Bühne frei! 101 Theaterbesuche von Augustinus bis Zadek

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2000 Jahre Theater, miterlebt aus der ersten Reihe,
Anthologie

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Artikelnummer: 0553 Kategorie:

Beschreibung

herausgegeben von Bruno Hitz und Charles Lewinsky

Mit Texten von: Theodor W. Adorno, Peter Altenberg, Gottfried Benn, Bertolt Brecht, Karel Capek, Giacomo Casanova, Friedrich Dürrenmatt, Sigmund Freud, Max Frisch, André Gide, Herodot, Franz Kafka, Thomas Mann, Katja Oskamp, Joseph Roth, Virginia Woolf, Peter Zadek und vielen vielen anderen.

Unionsverlag 2012,
Aus dem Tschechischen von Otto Pick und Vincy Schwarz

Hardcover, 352 Seiten.

Preis: 28,00 €

 

Eine aktuelle Rezension von Hubert Eckart:

„In Corona-Zeiten vermissen einige Menschen das Theater. Zuerst die Theaterleute selbst, die des online-streamens überdrüssig zurück auf die Bühne drängen. Aber auch das Publikum sehnt sich nach Parkett, Rang, Loge und Foyer.

Stöhnte einst Siegmund Freud nach einem Theaterbesuch: „…dass ich dieses Vergnügen wieder mit einer Migräne bezahle und mir daher vornehme, sehr selten noch und dann auch nur für fünf oder sechs Franc ins Theater zu gehen…“, so sind Künstler und Zuschauer derzeit wohl bereit viele Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Hauptsache: wieder Theater.

Der spanische Chronist Juan de la Rabateta empfahl im 17. Jahrhundert, als die Vorstellung pünktlich 14: 00 Uhr begannen: „Wer am Nachmittag in die Komödie gehen will, muss zu Mittag schnell essen.“

Komödien sucht man allerdings vergeblich auf den wieder erstehenden Spielplänen. Ist es Zeit für Dystopien?

Diderot wusste schon: „Heute glauben nur noch Sekretärinnen an die Liebe und Komödienschreiber an die Welt!“

Wie auch immer. Wem es schwer fällt, sich in Geduld zu üben, dem sei die Lektüre des kürzlich erschienen Lesebuches:

Vorhang auf – 101 Theaterbesuche von Augstinus bis Zadek

empfohlen. Herausgegeben von zwei profunden Kennern der Materie: Charles Lewinsky und Bruno Hitz.

Es ist ein vergnügliches Lesebuch mit Geschichten, in denen ausnahmsweise nicht (nur) der Schauspieler sondern der Zuschauer im Mittelpunkt steht.

Ein Blick ins Parkett erzählt manchmal mehr über das Theater oder eine Inszenierung, als man annehmen könnte.

Goethe zeigte sich in Venedig empört: „Im Parkett der Theater findet man nur wenig Leute, weil man dort vor Speichel und Unrat, der aus den Logen herunterfällt, nie sicher ist.“

Aber in einem leeren Parkett macht Theater auch nur halb so viel Spaß, wie inmitten eines tobenden Saales. Nach einer Uraufführung die beim Publikum mit Buh-Rufen bedacht wurde, schrieb Oscar Wilde: „Das Stück war ein voller Erfolg – nur das Publikum war eine glatte Fehlbesetzung.“

Lewinsky und Hitz haben eine schöne Auswahl zusammengetragen, die die Theater-Auszeit vergnüglich verkürzt und Lust darauf macht, wenn es denn wieder richtig losgeht.

(Hubert Eckart, Juni 2020)

Zusätzliche Information

Gewicht 0.983 kg

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